Pflichtenhefte sind in der Industrie (Maschinenbau) eine übliche Methode,
Prozeduren der Planung, Eigenschaften und Leistungen von Produkten zu beschreiben.
Die Beschreibung von Bauplanungsleistungen
in Form von Pflichtenheften ist
bis heute nicht allgemein üblich.
Die allgemeine Vereinbarung für die Leistungen
der Planer sind die Inhalte (Arbeitspakete)
der HOAI-Leistungsphasen, oder auch die Pflichten, die in Verträgen vereinbart
wurden.
Die sich daraus ergebenden projektspezifischen Tätigkeiten sind in einer gesonderten
Spalte
beschrieben.
Pflichtenhefte können sowohl beim internen,
als auch beim externen Projektmanagement
mit Erfolg eingesetzt werden.
Arbeitsanweisung
· Vertragspflichten analysieren und als Arbeitspakete
listen.
· Sich daraus ergebende projektspezifische Tätigkeiten
listen.
· Bei Stufenaufträgen: den Stufen entsprechend dokumentieren
und mit einem Bericht
dem eigenen Management und dem Auftraggeber zur Verfügung stellen.
· Erfolgte eine Gesamtbeauftragung über alle Leistungsphasen,
so kann man die
Stufen wie folgt gliedern:
· 1. Stufe Vorprojektphase (wenn beauftragt)
· 2. Stufe HOAI - Phasen 1 - 4
·
3. Stufe HOAI - Phase
5
· 4. Stufe HOAI - Phasen 6 und 7
·
5. Stufe HOAI - Phase
8
·
6. Stufe HOAI - Phase
9
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Nr. |
HOAI-Leistung |
Bauvorhabenspezifisch |
erledigt am |
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1.1 |
Klären der Aufgabenstellung |
1 Zielformulierung |
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1.2 |
Beraten zum gesamten Leistungsbedarf |
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1.3 |
Formulieren von Entscheidungshilfen für die Auswahl anderer an der Planung fachlich Beteiligter |
1 Aufgabenstellung analysieren 2 Begründung für Hinzuziehung von Sonderfachleuten / Spezialisten mit Vorschlag für deren Auftragsumfang |
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1.4 |
Zusammenfassen der Ergebnisse |
1 Ergebnisdokumentation |
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Nr. |
HOAI-Leistung |
Bauvorhabenspezifisch |
erledigt am |
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2.1 |
Analyse der Grundlagen |
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2.2 |
Abstimmen der Zielvorstellungen (Randbedingungen, Zielkonflikte) |
1 Katasterplan mit eingetragenem Grundstückseigentümer sowie der Nachbarn 2 Klären evtl. Rechte und Lasten 2.1 Bebaubarkeitseinschränkungen seitens Dritter 2.2 Grundbucheintragungen 2.3 Einträge im Baulastenverzeichnis bei der Baubehörde 2.4 Wegerechte / Begehungsrechte 2.5 Leitungen / Kabel öffentl. und priv. Versorgungsträger 2.6 Feststellen von Altlasten 2.7 Freizuhaltende Grenzabstände 2.8 Bebauungsplan mit textlichen Ergänzungen 2.9 Klären von Nachbarschaftsinteressen |
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2.3 |
Aufstellen eines planungsbezogenen Zielkatalogs (Programmziele) |
1 Programmziele formulieren, strukturieren und geordnet listen |
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2.4 |
Erarbeiten eines Planungskonzepts einschl. Untersuchung der alternativen Lösungsmöglichkeiten nach gleichen Anforderungen mit zeichnerischer Darstellung und Bewertung, z. B. versuchsweise zeichnerische Darstellungen, Strichskizzen, ggf. mit erläuternden Angaben |
1 Vorentwurf mit alternativen Lösungsmöglichkeiten 2 Diskussion mit Bauherr 3 Vorentwurfsoptimierung 4 Übergabe der Ergebnisse an Sonderfachleute |
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2.5 |
Integrieren der Leistungen anderer an der Planung fachlich Beteiligter |
1 Abstimmen und Übernahme von Leistungen der Sonderfachleute in den Vorentwurf |
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2.6 |
Klären und Erläutern der wesentlichen städtebaulichen, gestalterischen, funktionalen, technischen, bauphysikalischen, wirtschaftlichen, energiewirtschaftlichen (z. B. hinsichtlich rationeller Energieverwendung), biologischen und ökologischen Zusammenhänge, Vorgänge und Bedingungen |
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2.7 |
Vorverhandlungen mit Behörden und anderen an der Planung fachlich Beteiligten über die Genehmigungsfähigkeit |
1 Kontakt mit Bauordnungsamt und Genehmigungsfähigkeit klären an Hand Vorentwurf und evtl. Beschreibungen 2 Zu beteiligende Ämter erfragen 3 Zu beteiligende Behörden (GAA, BG, TÜV etc.) |
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2.8 |
Bei Freianlagen: Erfassen der ökologischen Zusammenhänge, z. B. Boden, Wasser, Klima, Vegetation Klären der Randgestaltung und Anbindung an die Umgebung |
1 Erfassen von Tatbeständen in Hinsicht Boden, Wasser ... 2 Klären der Zusammenhänge Istaufnahme der angrenzenden Umgebung 4 Ergebnisse in den Vorentwurf einarbeiten |
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2.9 |
Kostenschätzung nach DIN 276 oder nach dem wohnungsrechtlichen Berechnungsrecht |
1 Kostenschätzung 1.1 Berechnung m³ BRI 1.2 Berechnung m² Nutzfläche / Wohnfläche 1.3 Kostenschätzung auf Grundlage m³ BRI und/oder m² Bruttonutzfläche/-Wohnfläche |
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2.10 |
Zusammenstellen aller Vorplanungsergebnisse |
1 Ergebnisdokumentation |
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Nr. |
HOAI-Leistung |
Bauvorhabenspezifisch |
erledigt am |
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3.1 |
Durcharbeiten des Planungskonzepts (stufenweise Erarbeitung einer zeichnerischen Lösung) unter Berücksichtigung städtebaulicher, gestalterischer, funktionaler, technischer, bauphysikalischer, wirtschaftlicher, energiewirtschaftlicher (z. B. hinsichtlich rationeller Energieverschwendung) biologischer und ökologischer Anforderungen unter Verwendung der Beiträge anderer an der Planung fachlich Beteiligter bis zum vollständigen Entwurf |
1 Durcharbeiten des Entwurfs (wie links beschrieben) 2 Koordination mit den beauftragten Sonderfachleuten |
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3.2 |
Integrieren der Leistungen anderer an der Planung fachlich Beteiligter |
1 Einarbeiten der Leistungen von beauftragten Sonderfachleuten |
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3.3 |
Objektbeschreibung |
1 Baubeschreibung entsprechend Muster |
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3.4 |
Zeichnerische Darstellung des Gesamt-entwurfs, z. B. durchgearbeitete, vollständige Vorentwurfs- und/oder Entwurfszeichnungen (Maßstab nach Art und Größe des Bauvorhabens) |
1 vollständiger Gesamtentwurf |
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3.5 |
Verhandlungen mit Behörden und anderen an der Planung fachlich Beteiligten über die Genehmigungsfähigkeit |
1 Klärung der Genehmigungsfähigkeit beim Bauordnungsamt, Gewerbeaufsichtsamt (Tiefgarage), Bezirksschornsteinfegermeister (offene Kamine!) |
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3.6 |
Kostenberechnung nach DIN 276 oder nach dem wohnungsrechtlichen Berechnungsrecht |
1 Kostenberechnung nach DIN 276 entsprechend Muster |
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3.7 |
Zusammenfassen aller Entwurfsunterlagen |
1 Ergebnisdokumentation |
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Nr. |
HOAI-Leistung |
Bauvorhabenspezifisch |
erledigt am |
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4.1 |
Erarbeiten der Vorlagen für die nach den öffentlich-rechtlichen Vorschriften erforderlichen Genehmigungen oder Zustimmungen einschl. der Anträge auf Ausnahmen und Befreiungen unter Verwendung der Beiträge anderer an der Planung fachlich Beteiligter sowie noch notwendiger Verhandlungen mit Behörden |
1 Bauantragsformular entsprechend den Vorschriften der Gemeindeverwaltung 2 Berechnung der Wohn-/Nutzflächen nach dem wohnungsrechtlichen Berechnungsrecht 3 Berechnung der m³-umbauter Raum 4 Baubeschreibung 5 Betriebsbeschreibung(en) 6 Entwurfszeichnungen 7 Lageplan M 1 : 500 |
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4.2 |
Einreichen dieser Unterlagen |
1 Einreichen der Unterlagen nach Unterschriften: Planer und Bauherr |
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4.3 |
Vervollständigen und Anpassen der Planungsunterlagen, Beschreibungen, Berechnungen unter Verwendung der Beiträge an der Planung fachlich Beteiligter |
1 Vervollständigen und Anpassen der Planungsunterlagen, Beschreibungen und Berechnungen unter Verwendung der Beiträge von Sonderfachleuten |
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Nr. |
HOAI-Leistung |
Bauvorhabenspezifisch |
erledigt am |
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5.1 |
Durcharbeiten der Ergebnisse der Leistungsphasen 3 und 4 (stufenweise Erarbeitung und Darstellung der Lösung) unter Berücksichtigung städtebaulicher, gestalterischer, funktionaler, technischer, bauphysikalischer, wirtschaftlicher, energiewirtschaftlicher (z. B. hinsichtlich rationeller Energieverbrauch), biologischer und ökologischer Anforderungen unter Verwendung der Beiträge anderer an der Planung fachlich Beteiligter bis zur ausführungsreifen Lösung |
1 Ausführungsplanung unter Abstimmung mit den beteiligten Sonderfachleuten |
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5.2 |
Zeichnerische Darstellung des Objekts mit allen für die Ausführung notwendigen Einzelangaben, z. B. endgültige, vollständige Ausführungs-, Detail- und Konstruktionszeichnungen im Maßstab 1 : 50 bis 1 : 1, mit den erforderlichen textlichen Ausführungen |
1 Detailplanung 2 Textliche Festlegungen |
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5.3 |
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5.4 |
Erarbeitung der Grundlagen für die anderen an der Planung fachlich Beteiligten und Integrierung ihrer Beiträge bis zur ausführungsfreien Lösung |
1 Übergabe von Planungsergebnissen an Sonderfachleute und Einarbeiten deren Ergebnisse in die Ausführungsplanung |
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5.5 |
Fortschreiben der Ausführungsplanung während der Objektausführung |
1 Einarbeiten von Änderungen während der Bauphase in die Ausführungsplanung |